Riad Sattouf: Der Araber von morgen / Eine Graphic Novel

11232898_927089524017193_5391665244180299668_nEine Kindheit im Nahen Osten

Der gebürtige Franzose Riad Sattouf gehört bereits seit Jahren zu den bekanntesten, zeitgenössischen Comic-Künstlern Frankreichs. Er zeichnete 10 Jahre für die Satire Zeitung „Charlie Hebdo“ seine Reihe „Das geheime Leben der Jugend“, wurde 2004 mit „Meine Beschneidung“ ins Deutsche übersetzt und drehte 2009 seinen ersten Spielfilm „Les Beaux Gosses“ („Jungs bleiben Jungs“). Seine Arbeit ist preisgekrönt, voller Witz und Ironie und stets autobiografisch. So auch der erste Teil von „Der Araber von morgen“, einer Graphic Novel, übersetzt von FAZ Redakteur Andreas Platthaus.

Zur Rezension

Sophie Sumburane zu #RegrettingMotherhood und unerfüllbare Mutterrollen

sophie-sumburaneWo sind denn deine Kinder?

Es war die Studie einer israelischen Soziologin, die eine Debatte anstieß, die seit einigen Wochen durch Medien, Social Media und sogar das Heute Journal ihre Kreise zieht. 23 Mütter berichteten darin, sie würden es bereuen, Mutter geworden zu sein. Viele andere Mütter offenbaren unter dem Hashtag #RegrettingMotherhood ihre eigenen „Beichten“. Und ich als Mutter? Ich glaube ihnen allen das gern. Sophie Sumburane über überzogene und unerfüllbare Mutterrollen.

Zum Artikel

Alain Mabanckou: Morgen werde ich zwanzig

mabanckou_morgen-zwanzigMit Kinderaugen im Kongo

– Der zehnjährige Michel lebt mit seiner Mutter Pauline – einer Zweitfrau – in dem von seinem Stiefvater Roger für sie gekauften Häuschen in Pointe-Noire, in der Republik Kongo. Ende der 70er Jahre ist das Land beinahe 20 Jahre unabhängig, steckt nach einem brutalen Krieg in einer Diktatur unter Mobutu Sese Seko fest und wird zerfressen von Korruption und politischer Willkür. Der preisgekrönte frankophone Autor Alain Mabanckou, der in diesem Jahr für den Man Booker International Prize nominiert ist, schaut auf all das mit den Augen eines Kindes und schafft ein liebevolles Porträt seiner Heimat, mit viel Komik, einem Sinn für Details und jeder Menge Widersprüche. Von Sophie Sumburane.

Zur Rezension

Ein Bericht von der Lesung „Flucht nach Europa“

Bwnasis_Foto„Wer ist hier der Illegale?“

Im Berliner Literaturhaus Lettrétage fand gestern Abend die Lesung „Flucht nach Europa“ statt, auf der drei eBooks vorgestellt wurden, die dazu einladen, sich mit den Beweggründen und vielfältigen Schicksalen der Flüchtlinge vor Europas Grenzen – und denen, die bereits bei uns sind – auseinanderzusetzen. Sophie Sumburane war für das CULTurMAG vor Ort.

Zum Bericht

Auf E-Tour: Eine Kolumne zum elektrischen Text

Saeed_der-klügste-Mensch-im-FacebookAuf E-Tour (1)

– Neue digitale Originalausgaben, frisch durchgewischt von Sophie Sumburane.

Auf der Suche nach dem nächsten richtig guten Text – nach guter Literatur – durchforste ich regelmäßig die Feuilletons, Blogs und Bestenlisten. Auf so manche Perle bin ich so bereits gestoßen oder gestoßen worden, doch eines fällt mir auch immer wieder auf: Wo sind die E-Book-Originale?

Zur Kolumne im CulturMag

Mooses Mentula: Nordlicht – Südlicht

nordlicht-200Zwei Gesellschaften in einem Land

„Hör mal, du Südlicht, beantworte mir eine Frage! Wenn ein Mann allein im Wald ist, ohne dass Frauen in der Nähe sind, hat er dann trotzdem in allem Unrecht?“, fragt der offen­sicht­lich ange­trunkene Mann im ersten Satz des Romans Nordlicht – Südlicht den frisch in den Norden gezogenen Lehrer Jyri. Mit diesem Auftakt wird bereits der gesamte Konflikt der so unter­schied­lichen finni­schen Gesell­schaften des Nordens und Südens umrissen und anschließend auch direkt ausge­sprochen: „Antworte schon, ihr nehmt uns doch die Frauen weg!“

Zur Rezension