Sophie Sumburane

Kurzbiografie der Autorin

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Sophie Sumburane wuchs in Potsdam auf und absolvierte dort ihr Abitur an der Eliteschule des Sports »Friedrich Ludwig Jahn« als aktive Ruderin. Von 2007 bis 2014 studierte sie in Leipzig Germanistik und Afrikanistik. Im Rahmen Ihres Studiums absolvierte sie auch ein Jahr am Deutschen Literaturinstitut bei Jan Kuhlbrodt und Kerstin Preiwuß. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin und Kulturredakteurin mit ihrer Familie in Potsdam.

Sie verfasst Kurzprosa, Rezensionen, Reportagen und Autoreninterviews, bekannt wurde sie mit ihrem Artikel „Die Sächsische Schweiz und die AfD“, aus dem die Reihe #Wirsindhier entstand.

Sophie Sumburane ist aktives Mitglied bei Amnesty International – Sektion Brandenburg und der Partei Die Linke.

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2 Gedanken zu “Sophie Sumburane

  1. Sehr geehrte Frau Sumburane, in Ihrem Artikel wiesen Sie darauf hin, dass es ebenfalls in Potsdam Rassenhass geben würde und nannten das Beispiel des Äthiopiers, der an einer Straßenbahnhaltestelle 2013 zusammengeschlagen wurde. Dieser Fall hatte seinerzeit nicht nur in Potsdam hohe Wellen geschlagen. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass der Äthiopier zuerst losgepöbelt hat. Der 5 Jahre alte Fall ist also nicht ganz als Beispiel für Potsdams Rassenhass relevant. – Was Ihnen und Ihrem Mann zugestoßen ist bedaure ich, sehe aber die Ursachen in einer Einwanderungswelle u.a. aus Afrika und es seitens der Politik vermieden wird, zwischen berechtigten Asyl,arbeitssuchenden Einwanderern und Wirtschaftsmigranten zu unterscheiden. Dadurch kann die Bevölkerung nicht mehr differenzieren und es kommt zu den bedauerlicher Anfeindungen, denen Sie ausgesetzt waren.
    Ich hoffe, dass Sie in Potsdam eine neue Heimat finden.
    Mit freundlichen Grüßen, Tanja Kirchberg

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  2. Bezugnehmend auf das vorangegangene Kommentar von Frau Kirchberg, lässt sich (und das bitte nicht als persönlichen Angriff werten) als ein gutes Beispiel für ein problematisches Merkmal / Tendenz bürgerlicher Auffassungen kennzeichen:die Unterscheidung zwischen berechtigten und unberechtigten Flüchtlingen. Damit wird Menschen, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Bevölkerung ihres Heimatlandes die Daseinsberechtigung mindestens in Frage gestellt, wenn nicht sogar abgesprochen. Die dauerhafte Bedrohung der eigenen (materiellen) Existenz ist doch ähnlich zerstörerisch, wenn auch langsamer als unmittelbares Kriegsgeschehen. Es scheint vollkommen unüblich sich mit den historischen und realpolitischen Ursachen jeglicher Flucht differenziert auseinanderzusetzen, stattdessen wird vom gemäßigteren Bürgertum die Unterscheidung guter vs schlechter Flüchtling getroffen. Vom Gesetzgeber ebenfalls, man tut alles um nur nicht die Fluchtursachen beheben zu müssen, denn dann machen die gierigsten der Gierigen weniger Umsatz, verlieren an Einfluss. Unser Reichtum, unsere Sicherheit unsere scheinbare Zivilisation begründet sich nahezu ausschließlich in der Verteilungsfrage, die nicht nur Flucht auslöst, sondern nach und nach sämtlichen globalen Lebensraum für alle Lebewesen dezimiert. Statt einer ursachenbasierten Auseinandersetzung mit dem Thema geben unsere Medien uns leicht verdauliche Feindbilder…“Die faulen Griechen, die dummen, unzivilisierten (und faulen) Afrikaner, die schmarotzenden Syrer “ usw usf. Weder beruflich noch privat ist mir je ein Flüchtling untergekommen, der der Auffassung war: „Hey Flucht ist ein Riesen Abenteuer, ich möchte mich jetzt in Europa mal schön selbstverwirklichen und wenns geht ohne viel Aufwand.“ das ist doch absurd. Überlege bitte jeder selbst, was zusammen kommen muss, um alle Zelte hinter sich abzureissen zugunsten einer ungewissen Zukunft in einer fremden Kultur. Was vereinzelte, fragwürdige Individuen die sich zu einem Tapetenwechsel entschließen natürlich nicht gänzlich ausschließt, sondern zahlenmäßig höchstwahrscheinlich der Menge ultranationalistischer Deutscher gleichkommt, aber mehr auffällt als die vielen Flüchtlinge, die hier weder von der Bevölkerung noch vom System wertschätzend oder zahlenmäßig repräsentativ inkludiert werden, jahrlang gegen behördliche und menschliche Wände laufen,um dann, wenns gut läuft einen Platz im Niedriglohnsektor fristen und dieses Schicksal mit vielen Deutschen teilen. Aber das man da in einem sehr ähnlichen Boot sitzt, davon wollen viele existenzbedrohte Bürger nichts wissen. Deutschland ist mittlerweile der größte in Europa und die gesetzlichen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür hat kein Migrant veranlasst. Der Mensch, der Deutsche braucht den Asylanten dringender als je zuvor die letzten Jahrzehnte als Feindbild, um seine eigenen Existenz- und Zukunftsängste auf schnellem Weg zu kompensieren/zu projezieren. Wo kämen wir denn hin, wenn alle, die von Daseinsängsten und Armut betroffen wären plötzlich den Blick nach oben richten würden, dort wo Verteilung stattfindet, wo Krieg geplant und durchgeführt, wo gut und schlecht nach unten vorgegeben wird? Warum schluckt überhaupt noch jemand monokausale,historisch und wirtschaftlich abwegige Argumentationsansätze und Meinungsmodifikation? Ich finde es toll, dass es Menschen wie Frau Kirchberg gibt, die anständig und mit anteiligem Mitgefühl für die Blockinhaberin argumentiert und sich nicht per se rechts einordnet. Gerade deshalb finde ich es absolut unverständlich, dass so viele Menschen noch nicht genauer betrachten, wer und mit welchen Methoden ihre Meinung generiert und für die Verschlechterungen in unserer Gesellschaft auf Hochlohnniveau gegen die breite Masse agiert. Die dickbäuchige Lehnsherr mit der Peitsche war soviel leichter zu sehen/zu verstehen. Worauf ich mit all den Verallgemeinerungen hinaus möchte: in einer multipluralen Welt gibt es selten monokausale Zusammenhänge. Jeder mündige Mensch ist aufgefordert hier und da mal in die Geschichte zu schauen und die wirtschaftsmechanismen zu ergründen. Für mehr direkte Demokratie möchte ich mich aussprechen. Wer alles immer anderen überlässt, muss sich nicht wundern oder beschweren darüber, dass das Ergebnis ihm nicht gefällt. Raus aus der Ohnmacht, weg von konstruierten Feindbildern hinzu zu Kooperationsverständnis und demokratischen Aktivismus.

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