Sophie Sumburane auf der Leipziger Buchmesse: 14.03. – 18.03.2018

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wird Sophie Sumburane an vier Veranstaltungen teilnehmen. Drei finden im Rahmen des Bündnisses #verlagegegenrechts statt. Termine und Orte finden Sie hier, chronologisch sortiert.

 

 14.03.2018

Meinungsfreiheit nutzen, Rechten widersprechen!

Wir treten für die Teilhabe möglichst vieler Menschen an Literatur, Kultur und Bildung ein. Dabei spielt es keine Rolle, welche Herkunft, Sprache, sexuelle Identität und Orientierung oder Religion jemand hat. Wir wehren uns gegen die Ausgrenzung von Menschen aus diesen Gründen in jeder Form – politisch, sozial oder kulturell.
In krassem Gegensatz zu solch einer grundsätzlich offenen Haltung stehen rechte Medien und Initiativen, die seit Jahren auf der Leipziger Buchmesse präsent sind und wie das rechte Institut für Staatspolitik in Schnellroda im Umland ihren Sitz haben. Gerade dieses und Compact als Sprachrohr von PEGIDA und insbesondere des rechten Flügels der AfD stehen nicht für Freiheit – weder für die Freiheit der Menschen noch für die Freiheit der Worte. Ihre Nutzung der Meinungsfreiheit ist strategisch: Rechte wollen die Meinungsfreiheit in Wirklichkeit für jene abschaffen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Rechte Medien hetzen gegen die Presse, verbreiten Verschwörungsmythen und treten offen rassistisch, frauenverachtend und homo- und transfeindlich auf. Ihre Positionen sind keine Diskussionsbeiträge, denn an einem Austausch sind sie nicht interessiert. Sie sind die Scharfmacherinnen, in deren Windschatten sich Gewalttäterinnen bewegen. Die Zunahme der Angriffe gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte in Deutschland sowie gegen Menschen, die optisch vermeintlich keine „Deutschen“ sind, ist ein Beleg dafür.
Im Zeitraum des größten Lesefestes und der zweitgrößten Buchmesse in Deutschland soll der Protest gegen rechte Positionen von der Messe in die Stadt getragen zu werden. Sich ihrem Erstarken zu widersetzen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb rufen wir alle Leipzigerinnen, alle Messebesucherinnen und Austeller*innen auf, sich unserem Protest anzuschließen.

Um 18:15 Uhr: Fotoaktion »Bücher gegen Rechts«
Bringe zu der Kundgebung ein Buch mit, dass dich politisch bewegt hat, in dem gegen Rassismus und Ausgrenzung angeschrieben wird, in dem Geschichten von Solidarität und Menschlichkeit erzählt werden.
Gemeinsam wollen wir diese Bücher hochhalten und ein antifaschistisches Büchermeer produzieren. Wir freuen uns auch über Plakate mit einem Zitat aus dem Buch.

Ort: Augustusplatz 15, 04109 Leipzig (Am Mendebrunnen)

Zeit: Mittwoch, 14.3.2018 17.30 Uhr

 

15.03.2018

Herland – feministischer Realismus in der Kriminalliteratur

Inzwischen ist die HerLand-Veranstaltung im Kabarett-Keller eine Institution. Sie sind herzlich eingeladen, den Vorleserinnen zu lauschen und in die Diskussion einzusteigen. Kommen Sie vorbei, bestellen Sie sich einen Drink und freuen Sie sich auf: Zoë Beck, Katja Bohnet, Simone Buchholz, Anne Kuhlmeyer, Else Laudan, Christine Lehmann, Sophie Sumburane.

Sophie Sumburane wird aus ihrem noch unveröffentlichten Romanmanuskript vorlesen.

Ort: Central Kabarett, Krimikeller, Markt 9, 04109 , Leipzig (Zentrum)

Zeit: Donnerstag, 15.03. 21 Uhr

16.03.2018

Flucht und Migration – Wessen Krise?

Diskussion über Fluchtursachen und was wirklich hinter der sogenannten „Flüchtlingskrise“ steckt.

Mit der Verschärfung der Lebensumstände durch Krieg und Umweltkatastrophen im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent wurden immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Über den Landweg oder die Mittelmeerroute begaben sie sich in Richtung Osteuropa und darüber hinaus, um der lebensfeindlichen Umgebung zu entfliehen. Seit 2015 wurde in vielen Medien deshalb von einer „Flüchtlingskrise“ gesprochen – in einigen Medien wurden entmenschlichende Begriffe wie „Flüchtlingswelle“ oder „Flut“ gebraucht, als stünden wir vor einer Naturkatastrophe, die nicht aufzuhalten wäre und unter der gleichermaßen alle leiden. In dieser Diskussionsveranstaltung soll den wahren Ursachen für Flucht und Vertreibung auf den Grund gegangen und aufgezeigt werden, dass diese keinesfalls „natürlich“ und damit unabänderlich wären. Gleichzeitig wir die Frage besprochen, ob es sich um eine wirkliche Krise handelt, bzw. wessen Krise es ist und was Lösungsansätze fernab von geschlossenen Grenzen wären, sondern einen Ausblick auf ein solidarisches gemeinsames Leben aller in Deutschland Lebenden geben. Nicht zuletzt wird die Rolle der Medien untersucht und wie mit der Begrifflichkeit der „Krise“ ein Drohszenario aufgebaut wurde, auf dessen Grundlage es AfD, Pegida und Co. gelang, Unsicherheiten in Teilen der Bevölkerung für ihre rechten Ideologien auszunutzen.

Mit Sascha Stanicic , Simone Barrientos – DIE LINKE, Rick Reuther und Sophie Sumburane.

Ort: Buchmesse Leipzig, Forum Sachbuch, Halle 5, C200

Zeit: Freitag, 16.03. 10 Uhr

 

17.03.2018

Keine Alternative in Ostdeutschland?

AfD, Pegida & Co. Was sind die Gründe für das Erstarken der Rechten und welche Alternativen gibt es?

Es gibt kaum eine Beschimpfung, denen die Bevölkerung auf dem ehemaligen Gebiet der DDR nicht ausgesetzt gewesen wäre. Trotzdem die Mauer seit mehr als einer Generation gefallen ist, wird die ostdeutsche Vergangenheit als Erklärungsmuster für das derzeitige Erstarken der Rechten herangezogen. Doch es geht weit darüber hinaus: Nicht nur die Herkunft aus einem der neuen Bundesländer scheint ein Garant für eine rechte Gesinnung zu sein, sondern auch ein vermeintlich zu geringes Bildungsniveau oder Armut. Das Märchen von der verlorenen und rechtsgesinnten Unterschicht treibt seit Langem sein Unwesen in der deutschen Medienlandschaft. Dabei trifft dieser Erklärungsansatz gerade die Leute, die am stärksten unter der Ungleichheit und Spaltung der Gesellschaft leiden. Gleichzeitig ist mit dem Aufgeben ganzer Landes- oder Bevölkerungsteile auch nicht denen geholfen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Ein Blick auf das Bundesgebiet zeigt, dass weder in der Vergangenheit, noch heute, rechte Gewalt ein rein ostdeutsches Problem ist, sondern vermehrt dort auftritt, wo eine prekäre soziale Situation und mangelnde politische Alternativen den Nährboden für rechte Ideen bilden. Bei dieser Veranstaltung diskutieren Menschen, die Erfahrungen mit dem Erstarken der Rechten gemacht haben, bzw. sich dagegen engagieren, über die Ursachen dafür und werfen einen Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart des Ostens der Republik. Eine Analyse, die über vereinfachende Erklärungsmuster hinausgeht, kann helfen, einen anderen Weg einzuschlagen und Antworten zu finden, die nicht nur für Ostdeutschland gültig sind. Mit Tanja Präkels, Steve Hollasky, Juliane Nagel und René Arnsburg.

Ort: Cammerspiele Leipzig; Kochstraße 132, 04277 Leipzig

Zeit: 17.03.2018; 19 Uhr

2 Gedanken zu “Sophie Sumburane auf der Leipziger Buchmesse: 14.03. – 18.03.2018

  1. Leider gibt es aber auch einige ehem. Arbeiter, die zu DDR zeiten in leipzig dresden etc.arbeiteten und jetzt deutsche staatsbuerger sind. Diese vertreten ansichten ddr pegida, demonstrieren mit und hetzen gegen fluechtlinge. So zb.leute aus kongo, mozambique, rumaenien, kuba usw. Das sollte mal hinterfragt werden.

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