Braunkäppchen Marc und der Straßenmusikant Tarik – ein Fortsetzungsmärchen zum Mitmachen für Marc Jongen

Das Bild dient nur zur Provokation

Der AfD Politiker Marc Jongen ist ab sofort Kulturpolitischer Sprecher der AfD im Bundestag und verspricht als erstes die „Entsiffung“ des deutschen Kulturbetriebs. Also raus mit gutmenschlich-, linksversifftem-, ausländerverherrlichendem Kulturzeugs. Oder so.
Da hab ich mich gefragt, ich aus der Schreibenden Zunft, was ist hier eigentlich tatsächlich Deutsch, also so richtig Urdeutsch, so „Kenn ich noch von Omi“ deutsch? Klar, die Märchen!

Also möchte ich Marc Jongen gern einen Gefallen tun und ihm mein erstes Märchen widmen, damit auch er sich in diesem versifften Kulturbetrieb noch wiederfinden kann. Weil ich aber nicht die Einzige bin, die Herrn Jongen sicher gern etwas Gutes tun möchte, ist dies hier Crowdsourcing. Ich fange an, ihr macht weiter! In den Kommentaren dürft ihr die Geschichte weiter schreiben, ich update (hu, böser Anglizismus) dann regelmäßig eine neue Version. Das wird ein Spaß. Und am Ende bringen wir dem Marc dann alles in den Bundestag. Das mach ich zur Not auch alleine.

Und so geht es los, das Märchen von Braunkäppchen Marc und dem Straßenmusiker Tarik der am liebsten Songs von Andreas Gabalier spielt:

Braunkäppchen Marc und der Straßenmusikant

Es war einmal ein kleiner Mann, der trug gern blaue Hosen und ein braunes Gewand. Auf dem Kopfe stets eine Kappe, er war von allen nur Braunkäppchen genannt. Eines Tages war er auf dem Weg durch die tiefe dunkle Stadt, in der es vor Gefahren und böser Menschen nur so wimmelte. Braunkäppchen Marc hatte große Angst vor all den Bildern und der Musik, die die Menschen auf den Straßen so spielten und konnte gar nicht verstehen, warum die anderen stehen blieben und zuhörten. Braunkäppchen Marc ging immer so schnell wie möglich an allem vorbei, hinter die Mauern seines sicheren Büros, aß ein bisschen Sauerkraut und setzte ganz pünktlich mit seinem Smartphone der deutschen Traditionsmarke Huawei seinen ersten Tweet in die Welt. Dann stellte er seinen Computer an und ließ sich erstmal von einer blonden Omi ein gutes deutsches Märchen zur Beruhigung bei Youtube vorlesen.
Doch an diesem Morgen war alles anders. Braunkäppchen Marcs Straßenbahn fuhr nicht, danke Merkel!!!1!!, also musste er laufen und traf auf Tarik. Tarik stand hinter einer Häuserecke, Braunkäppchen Marc konnte ihn nicht sehen, nur hören und war verzückt. Diese gute, tiefe deutsche Stimme sang eines seiner Lieblingslieder von Andreas Gabalier, endlich gutes deutsches Liedgut auf den Straßen dieser Gutmenschenstadt, was für ein Glück, denkt Braunkäppchen Marc und geht um die Ecke. Doch dort steht Tarik aus Afghanistan und der kleine Marc ist entsetzt. Die Islamisierung deutschen Liedguts hat begonnen, danke Merkel!!!1!!11!!, was eben noch so großartig klang, ist ihm nun ein Graus. Da steckt sich Braunkäppchen Marc lieber die Kopfhörer in die Ohren, schaltet Helena Schreiber an und träumt von blonden Frauen. Doch ach, es war eine Pest, die CD ging kaputt, das war sicher Tarik, das wusste Braunkäppchen Marc ganz genau und sofort. Er hat mein Spielzeug kaputt gemacht! Dieser sozialschmarotzende Tarik steht auf unseren guten deutschen Straßen und belästigt die Leute mit seinem Katzenjammer von Gesang, während alle anderen zur Arbeit gehen. Der lebt von unserem Geld, denkt Braunkäppchen Marc und ärgert und ärgert sich. Hinter ihm klatschen die Gutmenschen Beifall, er bezieht es auf seine Gedanken und setzt seinen Fußweg in den Bundestag fort.

 

Und nun ihr. Wie geht es weiter? Wird Braunkäppchen an diesem Tag noch in seinem Büro ankommen, oder zieht es ihn doch zurück zu Tarik, natürlich ohne braunes Käppchen, nicht dass noch einer merkt, wer er ist. Seid kreativ, malt gern auch ein Bild und ab dafür.

4 Gedanken zu “Braunkäppchen Marc und der Straßenmusikant Tarik – ein Fortsetzungsmärchen zum Mitmachen für Marc Jongen

  1. So gerne würde Braunkäppchen all das verbieten, was ihn irritiert. Am Bahnhof Friedrichstraße sieht er ein küssendes Paar. Aber irgendetwas stimmt nicht. Das Paar ist nicht eindeutig zu erkennen. Beide sehen so undefinierbar aus, dass Braunkäppchen nicht sagen kann, ob sie Mann oder Frau sind. Und nun küssen sich diese undefinierbaren Kreaturen hemmungslos in der Öffentlichkeit. Braunkäppchen will das nicht. Braunkäppchen wünscht sich ein Theaterstück, das mit all dem Mist Schluss macht und den Menschen wieder vermittelt, wie alles richtig zu laufen hat! Es muss endlich Schluss sein mit all diesen Geschichten, wo es um Schwule, Lesben und Transen geht. Wenn all diese entarteten Kreaturen endlich wieder gute deutsche Kunst präsentiert bekommen, dann wird all das wieder heilen. Bilder an den Wänden daheim sollen Landschaften und Bergpanoramas zeigen. Auch ein röhrender Hirsch hat noch niemandem geschadet. Da sprießt doch die Männlichkeit aus jeder Pore, statt schon die jungen Menschen mit einem verweichlichenden Bambischeiß für Generationen kriegsuntauglich zu machen.
    Nein – dem Braunkäppchen geht all das zu weit und endlich, endlich kann Braunkäppchen etwas dagegen tun. Wenn er nur erst in seinem Büro am Schreibtisch ankommt und drauflos opponieren kann. Noch ist es Opposition. Aber den Sturz der Regierung hat er vor Augen. Im Kopf dröhnen dem Braunkäppchen Wagneropern. DAS ist wahre Kultur!

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  2. Und dann denkt Marc wieder an das schöne urdeutsche Lied von Andreas G. „Ohmoal sehn mir uns wieda…“. Ihm wird innerlich warm und gleichzeitig hart. Sein altes Liedgut fällt ihm ein und sein Madel muss unbedingt „schwarzbraun sein, gerade so wie ich“. Da kommen ihm keine Zweifel, denn diese wunderbaren Lieder haben schon seine Großeltern gesungen. Damals gab es noch „eine Heimat“ und „ein Volk“….sein Volk.

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  3. Plötzlich erscheint ihm eine Fee und Marc denkt bei sich „Die kennst du doch!“. Klar, die Fee sieht aus wie Alice Weidel nur hat sie statt eines Zauberstabes einen Dürüm in der rechten Hand. „Du hast einen Wunsch frei!“ sprach da die Fee zu Marc. „Oh. Wenn ich doch nur zählen könnte!“ entfuhr es Marc da und die Fee reibt an ihrem Dürüm und das Wunder ist vollbracht – Marc kann nun zählen. Und er zählt auf seinem Weg in den Bundestag die Lindenbäume und die Papierkörbe und die knutschenden Menschen und es macht ihm nichts mehr aus, dass die Menschen so glücklich und zufrieden mit ihrem Leben sind, denn die geheimnisvolle Dürüm-Soße, die ihm die Fee versehentlich in die Augen gespritzt hat, enthält ein hochwirksames Antifrustikum. Die Fee hat sich nach Marcs Heilung die Alice-Weidel-Maske abgezogen und ihren Dürüm verspeist. Puh, denkt sie sich. Wieder einen geheilt.

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