Die Sächsische Schweiz und die AfD #fckAfD

Gedanken einer Mutter äußerlich nicht deutscher Kinder zum Ergebnis der AfD

Die Sächsische Schweiz

Dass es in Deutschland Orte gibt, an die man nicht geht, wenn man scheinbar kein Deutscher ist, dass wusste ich schon länger. Spätestens, seit damals, als ich im Pizzaladen um die Ecke arbeitete und die dortige Bäckerin rief: „Hey, guckt mal der Schwarze (sie sagte ein anderes Wort) da draußen. Holt den mal rein, ich wollte schon immer einen dressierten Affen, der mir mein Bier bringt.“ Sie fuhr am nächsten Tag in den Urlaub – in die Sächsische Schweiz. Diese Sächsische Schweiz, in der die AfD gestern 35,5% der Stimmen bekam, die, wie vielen bekannt ist, schon lange eine Hochburg der Rechten in Deutschland ist. In diese Sächsische Schweiz fuhr die Rassistin, die für ihren Spruch Gelächter bekam, zusammen mit Freunden in einem auffälligen BMW, der vor Nazi-Symbolik triefend unbehelligt vor unserer Leipziger Haustür parkte.

Die Sächsische Schweiz ist der Ort, wo ich schon damals mit meinem aus Mosambik stammenden Partner und unserer gemeinsamen Tochter wohl nicht in den Urlaub gefahren wäre. Was ich als gar nicht weiter betrauernswert empfand, dass es eben Berge gibt, die ich nur auf Fotos sehen werde. Fotos zum Beispiel von Facebook-Freunden, die romantische Bergpanorama Bilder posten und die Beflaggung an den Häusern der Dörfer unkommentiert wehen lassen. Ebenso, wie ich den Spruch der Pizzabäckerin. Was soll das schon bringen? Die sind halt dumm, lasse reden.

Das war vor fünf Jahren. Wir leben nicht mehr in Leipzig, auch, weil der latente Rassismus uns zu zermürben drohte. Weil wir es nicht mehr hören konnten, wenn Menschen im Zoo sagten: „Schau, da ist einer aus dem Affenhaus abgehauen.“ Weil wir uns nicht mehr zwei Mal überlegen wollten, ob man Abends wirklich noch mal auf die Straße will, ob man wirklich ein sprichwörtliches Fass aufmachen muss, wenn ein Kind aus dem Kindergarten das eigene Kind als „Kaka“ bezeichnet und die Mutter lacht, ob man sich wirklich ärgern will, wenn die Nachbarn tuscheln: „Seit die Schwarze hier wohnt, spielen die Kinder viel lauter.“, ob man sich wirklich als „stinkend“ bezeichnen lassen möchte.

Unter anderem all das haben wir stillschweigend hingenommen, haben unsere Sachen gepackt und sind weg aus Sachsen, wo die AfD gestern stärkste Kraft geworden ist, nach Potsdam, doch die braune Soße ist uns hinterher geflossen.

Zugegeben, es hat gedauert, aber nun gibt es auch hier Orte, an die wir nicht gehen wollen. Menschen, denen wir nicht begegnen wollen. Es gab sie schon immer, einige wenige. Kaum sichtbar, nur für die, die sich ihnen in den Weg stellen, durch Taten oder durch die äußere Erscheinung. Doch nun werden sie mehr und davor habe ich Angst.

Ich möchte meinem Kind nicht erklären müssen, warum die Leute ständig ihre Haare anfassen wollen, warum andere Kinder über sie lachen, nur weil sie da ist, warum man sie im Schwimmunterricht mehrfach fragt, ob sie wirklich schwimmen könne, bevor man sie ins Wasser lässt, warum die Menschen sie immerzu fragen, woher sie kommt.

Ich möchte nicht mit ansehen müssen, wie eine Partei die rote Linie durch ständiges Übertreten immer mehr in die Mitte schiebt, immer ein Stück weiter, immer noch ein bisschen krasser. Ich möchte nicht ertragen müssen, dass Rassismus wieder salonfähig wird.

Ich weiß, dass er es schon längst geworden ist. Ich weiß, dass man als äußerlich Deutscher davon kaum etwas spürt, den Kopf über einen Gauland schüttelt und den Fernseher abstellt, abharkt, weiter macht. Ich weiß aber auch, wozu das führt.

Damals, vor fünf Jahren, nahm ich meine Pizza-Bestellung und trug sie zum Auto, schüttelte den Kopf über den dressierten Affen und versuchte, das zu vergessen. Heute fühle ich mich, als hätte ich meine Familie verraten, weil ich nicht schon damals etwas sagte, etwas tat.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es Orte gibt, an die ich nicht gehen darf. In der ein kleines Kind ein Aggressor ist, ein Ding, das man anfassen und bestaunen kann. Das in den Mathe-Nachhilfeunterricht für Dyskalkulieverdacht geschickt wird, in dem sich sämtliche äußerlich nicht deutsche Kinder der Klassenstufe treffen.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der ich auf offener Straße gefragt werde, ob sich mein Schwarzer (wieder ein anderes Wort) fröhlich das Visum ervögelt hat und nun in Saus und Braus auf Staatskosten lebt, wenn ich mit meinen Kindern ohne ihn unterwegs bin. Wenn er doch mitkommt, ist er übrigens ein arbeitsloser Schmarotzer, der unsere Deutschen Frauen stiehlt. Als ob Frauen nicht mündig wären selbst zu entscheiden, an wen sie sich binden, aber das macht ein anderes Fass auf.

Ich habe Angst vor der AfD, vor dem Menschenbild, das diese Partei schürt, vor dem Feuer, dass sie legt. Angst, weniger um meinet Willen, als für meine Kinder, die einen Hass zu spüren bekommen, den sie nicht verstehen können. Den ich nicht verstehen will.

161 Gedanken zu “Die Sächsische Schweiz und die AfD #fckAfD

  1. Einfach nur schockierend, Sophie. Totschweigen hat keinen Sinn, aber immer eine Diskussion mit diesen Ewiggestrigen zu starten, um dann festzustellen, dass es keinen Sinn hat, dass deine Worte nicht einmal verstanden werden, kostet so viel Kraft. Manchmal will man bei so viel Dummheit und Rücksichtslosigkeit einfach nur Schreien. Darf ich den Beitrag rebloggen?
    LG Uwe

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      1. Linksfaschisten sind schlimmer als jeder dumme Nazi und hier ist linker Faschismus pur zu sehen. Hetzen dürfen anscheinend nur die guten Linken Faschisten!?

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      2. Sabrina, können Sie bitte den Begriff „Linksfaschisten“ erklären? Das ist nämlich ein Oxymoron, etwas, das sich gegenseitig ausschließt. Aber ich lasse mich gerne durch Ihre Definition überraschen.

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    1. Ich bin in den 70er Jahren in Hannover mit meiner Halbschwester aufgewachsen deren Vater Afro-Amerikaner war. Ich kenne diese ganze Scheiße von Kindesbeinen an und ich weiß wie verletzend das für uns alle und besonders für meine Schwester war. Sie ist als Heranwachsende so mutig geworden und war mir Vorbild und hat jeder Beleidigung auf offener Straße lauthals, manchmal sachlich, manchmal ausfallend Paroli geboten. So, dass es alle drumherum hörten. Das haben ich übernommen und dieses Feuer muss man schüren und sich der Situation immer wieder neu stellen. Aber wenn man das selber nicht erlebt hat, kann man sich diesen Hass, der einen trifft, garnicht vorstellen. Tatsache ist aber auch, dass meine Schwester sich bis heute kaum traut nach Ostdeutschland zu reisen.
      Offene Beleidigungen sind im Westen seit langem so gut wie kein Thema mehr. Als wir einmal zusammen auf Usedom waren, wurde sie zum ersten mal seit langem wieder von einer ca. 50 jährigen Frau beleidigt, weil wir den Fahrradweg etwas im Weg standen. Wir sind hier in Deutschland. Da steht man nicht im Weg rum. So was in dieser Art. Wir haben die Frau angeschrien. Es erschüttert mich deinen Bericht zu lesen und ich wünsche dir und deinen Kindern immer Menschen um dich, die euch auch in solchen Situationen unterstützen. Und ich hoffe, dass es immer seltener wird, dass Menschen in Deutschland solchem Hass ausgesetzt sind.

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  2. Ich war vor einigen Monaten mit einer Gruppe minderjähriger Geflüchteter in Bad Schandau bei einem, von einem bekannten Radiosender veranstalteten Konzert. Die sächsische Schweiz ist wunderschön und auch die an der Elbe liegenden Dörfer laden zum verweilen ein. Es sei denn, du hast eine etwas dunklere Hautfarbe und bist bei einer Großveranstaltungen, zu der auch alle RassistInnen aus der Region zu kommen scheinen. Ich habe noch nie so viel Hass und Verachtung gespürt, wie an diesem Tag. Die Jugendlichen haben sich trotz ständiger Ortswechsel, die durch Anfeindungen und rassistischer Pöbeleien notwendig waren, Gott sei Dank nicht den Spaß verderben lassen. Ich war jedoch heil froh als wir wieder im Auto saßen. Pauschalisierungen sind nie ziehlführend, jedoch ist es schon mehr als fragwürdig, wenn Gäste mit SS-Totenkopfrunen und Thor Steinar Kleidung auftreten und sich Väter im Beisein der eigenen Kinder über die „Scheiß Kanake“ aufregen, ohne sofort der Veranstaltung verwiesen zu werden. Hier zeigt sich was passiert, wenn ländliche Regionen strukturell vernachlässigt werden und die Bildungspolitik versagt…

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    1. Zum Thema der Vereinigung der beiden ehemals in feindliche Lager („Soziale Weltsysteme“) eingebundenen deutschen Staaten ließe sich ne Menge erzählen, wenn man in Zeiten des „Kalten Krieges“ im „Westen“ das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ abonniert hatte und dann in den ersten beiden 90er Jahren regelmäßig engste Kontakte mit den unterschiedlichsten Menschen gepflegt,.zum Beispiel am Stammtisch im Museums-„Restaurant“ in Frankfurt / Oder lange Gespräche bis tief in die Nacht geführt hat. Damals schon ließ sich ahnen, dass die Deutschen beider Seiten viel Arbeit leisten müssten, um zueinander zu kommen, dass da nix von allein zusammenwächst, was nur zusammen zu gehören schien, sich in Wirklichkeit aber sehr, sehr fremd war. Anregungen, beispielsweise auf Journalisten-Seminaren, welche die Bundeszentrale für politische Bildung organisierte, solche Dinge zu thematisieren und Multiplikatoren auf ihre Moderationsfähigkeit zu trainieren, wurden leichtfertig verworfen. „Nicht nötig.“

      Vielleicht schreib ich noch mal was Längeres darüber. Mal sehen …

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      1. Ja bitte, schreib das auf. Ich vermute hier gibt es eine grundlegende strukturelle Sinnkrise die irgendwo in Mauerzeiten angelegt scheint und die nun aufbricht. Vlt ist Rassismus nur sympton eines viel tiefer liegenden pathologischen Komplexes

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    1. …besser du driftest zu den pinguinen richtung südpol…u dann immer gerade aus..denk dran v mutti noch ne pudelmütze stricken lassen..könntest dir sonst ’ne erkältung holen..aber hauptsache weg mit dir!AfD mitnehmen!!🐾

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  3. Hat dies auf Uwe K. Alexi rebloggt und kommentierte:
    Bitte lesen – dies ist nicht das Land, das ich will. 60% von 13% also rund 8% der abgegebenen Stimmen haben angeblich diese „Werte“ aus reinem Protest gewählt, in manchen Gegenden noch viel mehr. Ich verstehe das nicht, wie man aus reiner Unzufriedenheit mit Nazis kokettieren kann. Ja, in der AFD sind Nazis, einige zumindest. Nicht alle, das ist klar, aber viele sind so weit rechts, dass es weh tut und Angst macht. Was ist das für eine Gesellschaft, die Andersaussehende ausgrenzt, in der eine Mutter mit Kindern, die nicht deutsch aussehen, in einigen Regionen Angst haben muss? Verdammt, Leute wacht auf! Wir alle sind Ausländer fast überall.

    Nur weil jemand noch nie über sein kleines Dorf hinausgekommen ist, noch nie erlebt hat, welche Gastfreundschaft uns in den meisten Regionen dieser Welt entgegengebracht wird, was für herzliche Menschen es überall auf dieser Welt gibt, und scheinbar so viel Angst vor Nicht-Deutschen hat, gibt ihnen nicht das Recht, jeglichen Anstand zu verlieren. Ich möchte in einer vielfältigen Welt leben, eine Welt, in der es sicher ist, keine blökenden abgehängten Wutbürger mit Bannern durch die Straßen ziehen, jeder

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  4. Ich bin eine junge weiße Frau, die sich nicht verschleiert, und auch ich habe Orte – Dresden Neustadt, zum Beispiel, – wo ich ohne eine oder zwei männlichen Begleitungen auf gar keinen Fall hingehe, weil es da von einem „“bunten““ Publikum nur so trieft, zu jeder Zeit (absolut von Werktagen und eigentlichen Arbeitszeiten unabhängig!). Sie sind nicht das einzige Opfer dieser „Ich bin dort nicht willkommen, weil ich soundso aussehe!“-Rhetorik.

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    1. Tatverdächtige 2017 in Dresden Neustadt gesamt 2865 davon 27,3 % nichtdeutsche TATVERDÄCHTIGE. ( alle nicht nur Asylbewerber) somit sind 72,7 % deutsche TATVERDÄCHTIGE. Und du hast Angst vor Ausländer? Leuchtet mir nicht ein.

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    2. Das ist nicht vergleichbar Julia. Als junge weisse Frau bist du in diesem Land ein akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft und kannst tun und lassen was du willst. Das wird auch so bleiben. Verschwörungstheorien sind Angsmacherei auf Kosten der Schwächeren. Gefährliche Orte gab es immerschon, aber das ist ein anderes Thema.

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      1. Hallo MiaMaus, warum so unhöflich? Da ich dich nicht kenne, wollte ich nur mal freundlich nachfragen… eventuell treffen wir uns mal?
        LG Jalal (Libanon)

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    3. Sie trauen sich nicht mehr ohne Begleitung in die Neustadt? Ist das ihr Ernst oder ein ziemlich jämmerlicher Versuch, zu gegen Ausländer zu hetzen? Ich werde auch als junge, weiße Frau wahrgenommen, trage keinen Schleier und wohne in der Neustadt. Um dieses Gallier-Dorf in Dresden bin ich froh. Wenn mich Freunde oder Verwandte mit einer anderen Hautfarbe besuchen, wage ich mich mit ihnen kaum noch in einen anderen Stadtteil. Sie scheinen da meine Befürchtungen zu bestätigen, aber wen überrascht das schon nach der Wahl am Sonntag. Was Sie schreiben ist so unglaublich realitätsfremd und wirklich traurig.

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  5. Rassisten gab & gibt es leider (auch im Westen).
    Nur dachte ich, dass sich das Thema erledigt, wenn nur genug Altnazis wegsterben.
    Leider irrte ich mich da.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie Kraft, leichte Herzen und immer einen Grund zu lachen.

    LG Stefan

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  6. Die Worte haben mich sehr bewegt. Werde es auf Twitter teilen. Es tut mir sehr leid, dass du sowas durch machen musst. Ich schäme mich nun, dass ich damals als junger Kerl nach der Wende mich nicht aktiv gegen diese Naziwelle gestemmt habe. Leider waren diese Nazischergen nach der Wende so schnell da und haben sich nun im Osten eingenistet. Zuletzt war ichein paar Tage in Zeitz und habe da schon lange nicht mehr so viel Rassismus erlebt in so wenigen Tagen. Ich schäme mich für die vielen rechten Ostdeutschen. Am meisten beschämend finde ich das Rechtspopulismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Das ist nicht mehr mein Volk.

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    1. Hetze? Wenn hier jemand keine Argumente hat, dann sind es AfD Wähler! Sobald man mit ordentlichen Argumenten gegen die AfD diskutiert, werden diese als Hetze abgestempelt. Das ist doch reine Ironie! Und lernen Sie doch bitte erstmal die deutsche Rechtschreibung, bevor Sie mit diesem Quatsch durchs Netz marschieren!

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    2. Das Wort AfD schrieben Sie erst.Bis dato las ich explizit über diese Partei nichts in den Kommentaren.Aber Richtig,daß Sie sich diese Jacke anziehen.Sie tragen bei, längst vergessene Naziprobaganda und Menschenverachtung salonfähig zu machen und fühlen sich in ihrer Kleingärtnermentalität gestört.
      Sonntags in Joggern und Feinripp das Auto polieren und montags bei pegida gröhlen.Menschen wie Sie, vermachte ich.

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  7. Ich kann nicht begreifen, was das für Menschen sind, die weder Respekt noch Anstand oder Mitgefühl kennen. Bei welchen Eltern sind die denn aufgewachsen?
    Ich hab schon als Kind gelernt, dass man fremde Leute nicht anstarrt. Dass man sich in ihre Lage versetzen soll, bevor man etwas tut oder sagt.
    Ja, es passiert auch mir, dass ich mal jemanden anstarre, weil ich fasziniert bin, aber wenn ich es merke, dann sage ich es als Kompliment: „Bitte verzeihen Sie, dass ich Sie so anstarre, aber Ihre Haut/Ihr Kleid/Ihre Frisur ist so wunderschön.“

    Mir macht der immer offener gezeigte Fremdenhass sogar noch mehr Angst als die Politiker, die jetzt in den Bundestag kommen. Und bei denen hab ich schon Bauchschmerzen.

    Herzliche Grüße,
    Henriette

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  8. @Torsten: wohl eher nicht. Er erkennt offenbar nicht, dass das keine Hetze sondern eine sachliche Beschreibung von selbst Erlebtem ist.

    @AfD-Wähler: Um welche Posten und Diäten sollte die Autorin dieses Blogs wohl Angst haben? Ich lese da eher Angst um das Wohlergehen ihrer Familie. Wenn Sie tatsächlich einer der Nicht-Rassistenunter den AfD-Wählern sein sollten, hätten Sie das aber sehr ungeschickt formuliert.

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  9. Argumente gegen AFD? Da braucht man doch nur Hr. Gauland zuzuhören…
    Kein Konzept für die Rente (O-Ton). keine Ahnung bezüglich Bildung. Aber jagen will er und Land und Volk zurückholen…Ich will nicht „zurückgeholt“ werden. Dieser unsägliche Hetzer und Rassist. Die Pegida feiert zusammen mit AFD in Dresden. Das ist doch deutlich genug? Es ist ja nur eine Frage der Zeit, wann sich die AFD und nahe stehenden wieder mit einer SA versehen… AFD und Reichsbürger und ähnliche verwirrte: wir werden es nicht zulassen, dass sie sich ausbreiteten
    Mir ist nur schlecht. Und habe Sorge für unser Land, das niemals Gauland´s Land werden darf (ist das eigentlich sein richtiger Name? Ist doch schon bezeichnend…) Wir Eltern müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder in einer toleranten Gesellschaft aufwachsen können. Wenn der Osten die AFD so toll findet und lieber für sich sein möchte, dann bitte schön. Bitte werdet unabhängig. Am besten auch wieder eine Mauer bauen, aber nicht damit sie nicht raus können sondern damit keiner aus Versehen sich dahin verirrt.

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    1. Hallo?
      Ich weiß nicht wann der letzte endlich kapiert das nicht alle Ossis diese braune Scheiße gewählt haben! Dieses, über einen Kamm geschere, ist das gleiche was die AfD Deppen mit Migranten tun. Ekelhaft solche Kommentare! Ich empfehle mal das Hirn einzuschalten.

      Frau Sophie Sumburane,

      es tut mir in der Seele weh sowas zu lesen.
      Und ich schäme mich zu tiefst.
      Mit so einem Text wird einem erst mal wieder bewusst was MENSCHEN mit Migrationshintergrund alles durchstehen müssen. Sehr traurig!
      Ich wünsche Ihnen und ihrer Familie viel Kraft.
      Mit herzlichen Grüßen

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      1. pflichte der letzten Schreiberin absolut bei, auch ich schäme mich für alle, die der Familie Sumburane und allen anderen Menschen, die durch solche hetzwütigen Mitmenschen gebeutelt sind, so schlimme Dinge antun.. Kann die Gesinnung dieser Menschen nicht verstehen, sie wollen doch auch in Ruhe und Frieden leben, oder irre ich mich da? Warum können sie dann Menschen wie Fam. Sumburane nicht friedlich leben lassen.

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      2. Ich denke, die meisten hier wissen, dass längst nicht alle Menschen im Osten, dafür aber auch viele Menschen im Westen diese Partei gewählt haben (in meiner Stadt 15%)
        Was wir jetzt brauchen ist ein Zusammenstehen derer, die nicht rassistisch denken, egal welcher Herkunft. Wir dürfen uns von den Rassisten nicht spalten lassen in Ost und West.

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    2. Keine Mauer.
      Sondern die 75% der Wähler in Sachsen, zu denen auch ich mich zähle, die am letzen Sonntag freiheitlich demokratische Parteien wählten, zu unterstützen.
      Damit das braune Gedankengut aus den Köpfen meiner Mitmenschen verschwindet.

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    3. Ach – bitte. Nicht alle Ossis in einen Topf werfen. Es gibt hier schlimme und dort schlimme – aber auch hier haben viele anders gewählt, denken anders, bunter, freier und wollen diese grauen Wolken nicht, die sich zusammenbrauen….

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      1. Das wollte ich auch nicht so gemeint haben. Mit den Ossis. Aber es ist offensichtlich, dass der Osten seit der Wende damit ein großes Problem hat. Ich hatte letztens ein paar Tage wegen einer Beerdigung Zeitz verbracht. Und muss sagen es war nicht schön. Die Stadt scheint wie ausgestorben. Habe mir mit meiner Frau die Unterwelten angesehen. Hatten einen Touristenführer der so ein lustiger Typ war und die Führung somit gut gestaltete. Doch dann waren da einige Sachen die einem das touristische Programm kaputt gemacht haben.
        Erste Sätze zu einer Pizzeria . Das gehört einem Iraker . Das Gebäude gehört ihm. Da war mal der Ausgang der Unterwelt, naja aber irgendwann hat er uns verboten durch sein Haus Gang zu gehen. Jetzt ist er im Urlaub und verkauft Kalaschnikov. Es wunderte mich nicht das er den Verein nicht mehr bei sich haben wollte. Wir liefen zum Eingang . Davor erzählte er noch was über die oberen Gebäude. Zeigte auf ein Haus. Schöner Altbau wurde neu saniert und sah echt ordentlich Mittelalterlich aus . Kommentar da sind Türken mit Döner drin . Daneben zerfallene Häuser. Er sagte die gehören einheimischen die nichts damit machen wollen oder können.
        Hier wurde mir bewusst, dass Ihnen gut geholfen wäre wenn Sie nicht so gegen eine bunte Welt wären . Ich glaube die Stadt würde wieder leben. Just in dem Moment fuhr ein Auto vorbei ein wütend aussehender junger Mann streckte seinen Kopf raus und schrie ‚Da hinten geht’s zum KZ‘ .
        In der Gruppe dabei eine Familie 👴 👵 Vater und Kind . Vater Seitenscheitel Springerstiefel und noch weitere typische Nazi Anzeichen. Sohn alter etwa 13 gleich gekleidet wie sein Vater mit gleicher Frisur. Zum Glück waren die Unterwelten echt super. 👍 Und es werden auch viele Touristen von Busen zu dieser Sehenswürdigkeit gebracht. Das lässt hoffen.

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  10. Es ist wirklich traurig und beschämend, dass es so viele solcher respektlosen Rassisten gibt! Versuch dich damit zu trösten, dass die, die so ein Verhalten aber auf’s Schärfste verurteilen, verabscheuen und zum Glück eben nicht so denken, absolut in der Überzahl sind! Es gibt viel, viel mehr tolerante, weltoffene, empathische und hilfsbereite Menschen und so soll es bitte auch bleiben!

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  11. Danke für den Bericht! Es darf in Deutschland keine neofaschistischen Parallelgesellschaften und rechtsfreihen Räume geben. Vor allem Sachsen ist leider zu einer no-go area geworden. Schade.

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  12. texte von mir um missverständnisse zu vermeiden löschen es ist nicht auszumachen welchen autoren texte zugordnet werden/sind. danke!
    ich möchte sophie sumburane u fam alle guten wünsche übermitteln!

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  13. Als in Dresden geborene und damit auch in der Sächsischen Schweiz aufgewachsene Person, die in den Teenagerjahren „weggezogen wurde“ ;), raufe ich mir ehrlich gesagt bei jedem Tweet, Blogeintrag, Facebook-Posting, das Sachsen so schildert wie dieser Artikel, die Haare. Mehr Hilflosigkeit geht kaum.
    Da ich seit inzwischen 25 Jahren nicht mehr dort wohne, kann ich leider nicht anbieten, Euch dorthin einzuladen auf ein paar Touren in den wirklich schönen Sandsteinbergen.
    Vielleicht ist Urlaub in Tschechien mit ein, zwei Tagestouren auf Hin- und Rückweg eine Alternative?

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  14. Ganz wichtig, diese dauernden rassistischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Natürlich wirst du sie damit nicht verringern oder gar unterbinden, aber vielleicht hilft es dabei, dass sich Menschen, die bislang schweigen, doch ein wenig eher gegen diese Rassisten bzw. Nazis zu positionieren.
    Vielleicht ist das aber auch nur romantisch gedacht, wohne in Bremen, da ist es zum Glück an den meisten Ecken(noch?) anders.
    Lasst euch nicht unterkriegen!

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  15. Es ist gut das die AfD so viele Stimmen bekommen hat und bei der nächsten Wahl werden es noch viele mehr werden. Dann wird es erst richtig interessant und hoffentlich wird dann eure linke Hetze unter Strafe gestellt, Linksfaschisten gehören in russische Arbeitslager!

    Wir sind keine Nazis, wird sind die neue Macht und wir werden täglich mehr, nicht mehr lange und wir werden linke jagen, so wie ihr uns seit Monaten jagt!

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    1. „Linke Hetze“, wenn man sich gegen Rassismus wehrt?
      Was ist das denn für eine kranke Definition?
      Du weißt doch gar nicht, was wirklich links ist.
      Aber klar, aus der Perspektive des Faschisten sind ja alle links…
      Ich frag mich nur, wovor Leute wie Du eigentlich so große Angst haben.
      Ihr seid doch solche Angsthasen.
      Hat Mami Dir zu früh den Schnuller weggenommen oder was?
      Werd mal erwachsen.

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    2. Sabrina, warum sind Sie so aggressiv? Was hat Ihnen irgendein Mensch auf diesem Blog getan? Schämen Sie sich nicht für Ihre Bereitschaft, gewalttätig zu sein? Wer hat Sie eigentlich „gejagt“? Könne Sie auch nur ein Beispiel für Gewaltanwendung gegen Sie berichten? Werden Sie von Menschen, die Ihre Gewaltphantasien nicht teilen, auf der Strasse angegriffen oder beschimpft? Erzählen Sie doch einfach, was Ihnen passiert ist.

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  16. „wenn man scheinbar kein Deutscher ist“ – Sie meinen vermutlich „allem Anschein nach kein Deutscher“. „Scheinbar“ bedeutet „nur dem Anschein nach“. Ihr Satz ist so etwas wie doppelte Verneinung. Scheinbar kein Deutscher = Deutscher.

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  17. Hallo, Frau Sumburane!
    Vielen Dank für Ihren Bericht.
    Unsere deutsch aussehenden Kinder warnen uns, bei Reisen in den Osten unsere nicht deutsch aussehenden Kinder mitzunehmen. Doch wie geht man um mit dem Alltagsrassismus, den es – wenn auch nicht so krass – punktuell auch bei uns im Westen gibt? Als ein Hautarzt meinte, ob man den Aufwand für „so ein Kind“ treiben müsse, durfte er sechs Personen aus seiner Datei löschen.
    Ich erstelle Gutachten für Auslandsadoptionen und komme regelmäßig auf das Thema Fremdenfeindlichkeit zu sprechen. Was Sie erlebt haben, kenne ich, aber nicht in diesem quantitativen Ausmaß. Ich denke, man muss unterscheiden. Fremdes Aussehen weckt Neugier. Nicht alle sind so gut erzogen, dass sie ihre Neugier zügeln können. Wenn die starren, starre ich zurück bis sie irritiert weggucken. Doch die Neugier ist verständlich. Ein Kind mit feuerroten Haaren fällt auch auf und bekommt einen Spitznamen. Solange das nicht bösartig ist, ok. Ist es bösartig, sollte man die Bösartigkeit ignorieren, solange es geht. Der Sohn unserer Apothekerin kam weinend aus dem Kindergarten: „Die haben Schlitzauge zu mir gesagt!“ Nun, er war aus Korea adoptiert und wird nie verbergen können, dass er Schlitzaugen hat, – was unter Erwachsenen als Bezeichnung/Anrede natürlich unmöglich sein sollte. Seine Mutter nahm ihn auf den Schoß und sagte: „Aber du bist doch mei klois Schlitzäugle.“ Ich betone bei meinen Beratungsgesprächen immer, dass man ein Sonderschicksal wählt, wenn man ein Kind mit nicht europäischem Aussehen adoptiert, man wählt für sich und das Kind – und muss das Kind stark machen. Doch es gibt Grenzen der Zumutbarkeit und dann muss man tatsächlich wegziehen zum Schutz des Kindes.
    Zur Zeit kommen Adoptivkinder überwiegend aus Haiti, sie sind schwarz, auch aus Schwarzafrika kommen Adoptivkinder. Ich freue mich, dass unser Land bunter wird und dass, jedenfalls in meinem Bereich, die Bewerber keine Angst haben, auch schwarze Kinder zu adoptieren. Unsere Tochter wurde übrigens noch nie so böse angeschaut wie in Schwarzafrika. Doch das ist nicht der Grund, warum wir immer noch „Negerküsse“ essen. Ich halte die sprachliche Verdrängung für einen falschen Weg.

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  18. Sehr traurig, sehr zum wütend werden, aber nicht auf die AfD zurückzuführen. Das hört sich jetzt wahrscheinlich seltsam an, aber dass die AfD jetzt so zahlreich gewählt wurde, macht diese Dinge endlich für alle sichtbarer, was durch die furchtbaren, rassistischen NSU Morde anscheinend noch nicht deutlich genug war. In unserem Land schwelt nicht erst seit ein paat Jahren, sondern seit dem 2. Weltkrieg diese rassistische Glut, die nie ganz gelöscht wurde.

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  19. Sophie, die sächsische Schweiz muss eine landschaftlich sehr schöne Gegend sein – ich kenne sie bislang nur von Filmen und Fotos. Auch als deutsch aussehender Deutscher mit deutsch aussehenden Kindern wäre mir nicht wohl, dorthin zu reisen und leben wollte ich in solch einem deutschnationalistischen Klima auch nicht. Das dieses flächendeckend in Deutschland immer weiter um sich greift, macht mir Angst. Es macht mir große Sorgen, dass immer mehr Menschen nationalistisch und rassistisch denken und handeln (und das, obwohl es doch biologisch gesehen überhaupt keine verschiedenen Menschenrassen gibt). Ich habe Angst vor diesen Angsbeißern!

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  20. Vielleicht ist Das wirklich so, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Meine Cousine Aus der Oberlausitz, studierte in USA, hat einen echt sehr dunklen Ami als Mann und eine wirklich süße Tochter in Milchkaffeebraun. Leben in Frankfurt und kommen 6 mal im Jahr nach Sachsen. Die sind dort sehr gut aufgenommen und akzeptiert, und können auch nachts noch in Clubs oder Disco gehen OHNE Stress. Liegt vielleicht am Auftreten. Er dealt nicht Mit Drogen, benimmt sich höflich und respecktvoll gegenüber Allen Menschen, vor allem Frauen, klaut nix und sieht von Typus auch nicht wie ein gelangweilter Nafri auf Steuerzahlerabzocktour aus, sondern eben wie ein patriotischer durchtrainierter GI der AF, was weder dumme Sprüche noch schlechtes Benehmen provoziert hätte. Offensichtlich können die dortigen Einheimischen Mit Touristen und selbst zahlenden Fremden sehr gut klarkommen. Die haben sich in der Vorweihnachtszeit sogar mal so eine Dresdner Montagsdemonstration an der Frauenkirche angeschaut und waren überrascht wieviele Menschen dort friedvoll und gewaltfrei ihre Meinung frei geäußert haben. Es muss also wahrnehmbare Unterschiede I’m Auftreten geben, und genauso kommt es von gegenüber zurück.

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      1. Wie dumm sind Sie denn?
        Leseverständnis 5?
        Wo wird den „Opfer oder Täter“ vertauscht?
        Es ist eben keinerlei Gleichsetzung oder generalisierende Vorverurteilung möglich ohne konkrete Orte, Daten, Fakten und Personen. Und es gibt objektiv auch den netten Gegenbeweis.

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      2. „Es muss also wahrnehmbare Unterschiede I’m Auftreten geben, und genauso kommt es von gegenüber zurück.“

        Das ist doch kein Gegenbeweis.
        Die Autorin hat beschrieben, was ihre Familie erlebt hat. Das ist nicht zu widerlegen. Auch nicht mit den Erlebnissen anderer Menschen, die anderes erlebt haben.
        Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt immer, egal, wie jemand auftritt.

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  21. Ich wohne derzeit in Leipzig und auch meine „nicht-weißen“ Bekannten erzählen mir immer wieder von unangenehmen Begegnungen, Beleidigungen oder rassistischer Gewalt. Obwohl ich viele Bewohner der Stadt für ihr Engagement gegen Rechts sehr schätze, müssen wir uns eingestehen, dass es noch ein weiter Weg ist. Und es derzeit eher schlecht als recht läuft. Ich wünsche deiner Familie nur das Beste. Sei versichert, dass es immer Menschen geben wird, die bei dem Thema nicht nachlassen. Und danke für diesen Text, ich werde ihn morgen auf Facebook teilen und falls du es erlaubst, auch auf meinem Blog (www.essays-pics.com) verlinken.

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  22. Ein sehr trauriger Text, vor allem für die Kleine tut es mir Leid, aber als Eltern macht man sich ja noch mehr Sorgen. Sehr schlimm, traurig und mich macht die ganze Entwicklung irgendwie hilflos. Und viele Kommentare hier sind schrecklich!
    Viele Grüße und danke für den Text!

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  23. Ich teile deine Sorge. Ich habe auch zu oft geschwiegen. Lasst uns alle deutlich sagen: nein, nicht mit uns. Jetzt! Ich möchte kein Land in dem diese Sprüche gemacht, diese Fragen gestellt werden. Ich möchte diesen Geist nicht. Und ich möchte das meine Kinder wissen, dass das so ist Ich werde nicht mehr schweigen!

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  24. Deine Zeilen stimmen mich traurig und lassen in mir wieder das schlechte Gewissen aufkommen, weil ich es versäumt habe, am Sonntag vom Ausland aus zu wählen!
    Das rechte Gedankengut trifft Dich und Deine Familie sehr persönlich und beeinflusst stark Euren Alltag, und das ist nicht richtig so.
    Hier in Italien leben sehr viele Albaner und auch wenn sie allgemein geduldet werden hat man ihnen gegenüber eine negative Einstellung. Ich selbst möche mich entschuldigen- bei ihnen, bei Dir- wenn mir ab und an ein Schubladendenken in den Sinn kommt…
    Viele Grüße! Claudia

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  25. Liebe Sophie,

    ich wünsche Ihnen von Herzen immer einen Menschen mehr, der für Sie den Mund aufmacht, wenn Sie (zu Recht!) sprachlos sind, als die Menschen die weder Herz noch Verstand zu haben scheinen.

    Ich weiß nicht was in deren Welt so schief gelaufen ist und ja, ich möchte mich ganz klar von denen distanzieren.
    Ich habe als Teenager bei meiner ersten großen Liebe ähnlich schlimme Sprüche erleben müssen, als Mutter und bei der Entwicklung trifft es Sie sicher noch deutlich härter und lässt Sie fassungsloser zurück.

    Bitte seien Sie sich gewiss, auch wenn nicht jeder für Sie laut wird (was ich mir wünsche), kopfschüttelnd bleiben sicher viele und vielleicht helfen diese Artikel und Kommentare doch ein stück weit sich seiner Courage bewusst zu werden und in dem nächsten Moment doch was zu sagen.

    Alles Gute für Sie und Ihre Familie!
    Maike

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  26. Das, was Dir und Deiner Familie, vor allem Deiner Tochter, widerfährt, ist unsäglich!
    Und leider stimmt es, dass ich diese unterschwellige Ausländerfeindlichkeit in meinem Alltag kaum mitbekomme. Und das obwohl ich dunkle Haare, dunkle Augen und vor allem im Sommer einen dunklen Teint habe. Allerdings bewege ich mich auch in einem Umfeld, in welchem Fremdenfeindlichkeit nicht vorkommt. Nicht in meinem Bekanntenkreis, nicht in meinem Wohnumfeld, nicht in der Firma, in welcher ich arbeite.
    Auch wenn es Dir zunächst nicht wirklich hilft: ich würde mich vor Euch stellen, ich würde mit Euch reden, wenn Ihr gerade angepault würdet. Ich schaue nicht weg!

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  27. Liebe Frau Sumburane,

    vielen Dank für Ihre offenen Worte, Ihre Beschreibung der Realität.

    Leider ist der Rassismus, vor allem auch gegen Afrikaner tief in Deutschland, verwurzelt. So setzte sich der Rassismus nach dem Untergang des Nazireiches unmittelbar fort. Ziel waren dann die afroamerikanischen Soldaten der US Streitkräfte. Man nannte sie damals „Bimbos“.

    Ich kann Ihnen das aus eigenem Erleben bezeugen, da ich als Jahrgang 1950 in dieser Zeit in der Amerikanischen Zone aufgewachsen bin. Auch mir ging dieses Wort als Kind bedenkenlos über die Lippen. Auch über die Juden, von denen es damals ja nach ihrer Ermordung kaum mehr welche gab, wurde von meinem Vater zu Hause manchmal schlecht gesprochen. Die Indoktrination durch die Nazis in seiner ganzen Jugend wirkte da leider fort.

    Und heute erleben wir mit Schrecken die Auferstehung eines offen gelebten Rassismus, der sich nun nicht mehr nur in den Umzügen der Ratten an den Montagen zeigt, sondern sich demokratisch, durch Wahlen legitimiert, in den Parlamenten einnistet. Das ist die größte Herausforderung unserer Republik seit ihrer Gründung 1949.

    Nun müssen die 87 %, welche diese Kanalratten nicht gewählt haben zusammenstehen, sie müssen öffentlich aufstehen und Paroli bieten, so wie Sie, Frau Sumburane.

    Ich danke Ihnen nochmals von ganzem Herzen.

    Ihr
    Justus Maria Wunderlich

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  28. Es obliegt Gott alleine über Andere zu richten. Wir sind alle gleich. Wir sind alle Menschen. Ich bete dass dieses Bewusstsein wieder in die Herzen der Menschen kommt. Die Liebe die wir untereinander haben sollten. Hilfe, Unterstützung und Gemeinschaft. Ich bin entsetzt wenn ich nun wieder daran erinnert werde wie grausam wir Menschen sind und zu was wir fähig sind. Da kann einem nur der Mund offen stehen dass Jesus Christus wirklich für uns alle starb um uns mit Gott zu versöhnen.
    Im Glanz dieser Liebe sollte jeder erfurchtsvoll erstarren. Wer auf Jesus sieht der kann unmöglich die AFD wählen. Gottes Güte gilt für alle Menschen egal welcher Rasse und Herkunft.

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  29. Ein berührender, verstörender Text. Eigentlich ja nur eine Schilderung eines ganz normalen Alltags, wäre da nicht dieser Hass, dieser dumpfe Neid und dieser unerklärliche Wunsch, weh zu tun, zu verletzen, zu erniedrigen, sich erhöhen zu wollen. Sogar einem Kind gegenüber. Wie unfassbar armselig.
    Als schwuler Mann habe ich aufgehört, in der Öffentlichkeit Arm in Arm mit meinem Partner unterwegs zu sein. Liebevolle Gesten, wie beispielsweise ein Kuss kommen gar nicht infrage. Die Erfahrung hat mich dazu gebracht, dies nicht zu tun. Ein Krankenhausaufenthalt, nach dem ich zusammengeprügelt worden war, einfach nur, weil ich mit meinem damaligen Freund Arm in Arm durch die Straßen Hannovers gebummelt bin.
    Ich hab es vergleichsweise leicht, sehe deutsch aus, spreche deutsch. Ich muss nur verzichten, um unbehelligt leben zu können.
    das stimmt natürlich nicht. Denn dieser Verzicht macht ja etwas mit einem. Zum Beispiel, dass ich dieses Land immer weniger mag. Das es mir schwerer fällt, Vertrauen aufzubauen. Das ich die deutsche Fahne ungerne wehen sehe.
    Die derzeitige Entwickung widert mich an, sie macht mich wütend, traurig und sprachlos. Ebenso einige Kommentare zu ihrem Text. Sie kriechen unter ihren Steinen hervor, sind wieder da, reden vom ‚jagen‘ und träumen ihr krudes Zeug.
    Um so wichtiger, dass es Texte wie den Ihren gibt, die daran erinnern, dass es falsch ist, sich einzuschränken. Dass man sich vor jemanden stellen muss, wenn diesem deutschdümpelnder Hass entgegenschlägt. Dass man den Mund aufmacht, in der Pizzeria oder sonstwo, wenn vermeintlich witzige Bemerkungen einfach nur demütigen sollen. Danke dafür.

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    1. Mein jüngster Sohn und eine meiner Schwestern ( verheiratet) ist auch homosexuelle. Für ihn und dich kämpfe ich auch gegen dieses altmodische und hetzerisches Denken. Es tut mir leid, dass wir für dich nicht früher gekämpft haben um dir die Schläger zu ersparen. Hoffe sehr diese idioten wurden gefasst und verurteilt.

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  30. Liebe Sophie,

    es ist so unendlich schockierend und traurig zugleich, dass so ein Beitrag nötig ist…und doch kann ich es so gut nachvollziehen. Selbst ein Kind mit ausländischen Wurzeln, bereits in der 4. Generation in Deutschland lebend und somit leider schon selbst so einiges erlebt, macht auch mir diese Entwicklung Angst.

    Angst, weil Rassisumus vermeintlich salonfähig geworden ist. Und das in „meinem Deutschland“, welches ich – trotz der bei uns gängigen bayerischen Stammtischmentalität – bisher immer gegen alle verteidigt habe, die über Deutschland und die Deutschen geschimpft haben…was allerdings jetzt passiert, da fehlen mir die Worte.

    Ich werde nie verstehen, weshalb manche Menschen solch einen Hass in sich tragen. Aus meiner Sicht rechtfertigt rein gar nichts Hass, Missgunst oder Neid…man verliert dabei lediglich seinen Anstand und macht so nur deutlich, welchen Charakter man hat. Weil gewinnen wird man so nichts und bleibt selbst dann noch auf der Seite der Verlierer…

    Und wie tief muss man sinken, um Kinder zu beleidigen?

    Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft, eine hoffentlich unbeschwerte Zukunft und Danke dir für deine klaren und wichtigen Worte ❤️

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  31. Ich lebe seit einem Jahr mit einem schwarzen Mann zusammen. Die AFD hat hier an die 33% geholt. Es war schon vorher unfassbar, was wir für Reaktionen „provozierten“.
    Angst hab ich inzwischen, Wut auch. Immer überlegen, können wir JETZT (noch) DA hingehen?
    Danke das du deine Erfahrungen teilst. Ich lese später mehr.
    Viele liebe Grüsse!

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  32. Danke für diese Zeilen, die ich auf Facebook geteilt habe. Schlimm sind nicht die Rassisteb, sondern die, die dazu schweigen statt zu schreien, die ihr Gesicht abwenden statt hinzusehen.

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  33. Diese sind genau die Gründe warum ich Sachsen seit Jahren meide, und manch anderer Zonen dieser Republik. Ich kann ruhig sagen, ich boykottiere sie, wie ich mit manchen Ländern getan habe, Südafrika z.B. Ich möchte nicht mein Geld denen in den Rachen werfen, die den Hass auf Meschen schüren und Deutschland, tatsächlich wieder kaputt machen wollen. Immer kleiner gelassen haben. Aber Sachsen ist schon fast immer in Berlin gewesen: kurz nach dem Mauerfall konnte man alle Vierteln der Hauptstadt besuchen. Aber es dauerte nicht lange und zeigte sich, was die Menschen dort anscheinend immer waren: alte Nazis. So gibt es Vierteln in Berlin, die Lebensgefahr für mich und andere bedeuten. Das ist die Realität in Deustchalnd 2017. Aber die Gleichgültigkeit vieler Deutschen ist die andere Gefahr. Ich könnte – wenn es soweit wäre – in den nächsten Bananen-Dampfer springen gen tropischen Gefielde. Aber ich habe mich entschieden hier den Rechststaat zu verteidigen. Eine, meine Stimme gegen Menschenhass. Und meine Meinung vorneweg. Und, was meint Ihr?

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    1. Genau ! Du hast ne Ahnung. Ich habe noch nie einen Afrikanischen Mitbürger getroffen der mich wegen meiner Hautfarbe verachtet hat. Sie verachten nur euch Rassisten und Nazi’s. Und das zu recht.

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